Lösungsorientiertes Malen LOM®
"Seit ich des Suchens müde war, erlernte ich das Finden..." Friedrich Nietzsche

Was ist LOM®?
Das Lösungsorientierte Malen LOM® ist eine kunsttherapeutisch geprägte Methode, in der Anliegen auf eine strukturierte und bildgestützte Weise bearbeitet werden können. LOM® orientiert sich an humanistischen und ressourcenorientierten Ansätzen. Unter Lösungsorientierung wird häufig verstanden, am Ende eine konkrete Lösung zu kennen. Dies allein erweist sich jedoch nicht immer als hilfreich, da es oftmals nicht an bekannten Lösungen mangelt.
Im LOM® wird der Fokus darauf gelegt, störende innere Eindrücke durch neue, klare Bilder zu ersetzen. Dabei auftauchende Gefühle und Themen werden mit einfachen Bildmotiven verbunden. Ausgehend vom jeweiligen Anliegen wird gemeinsam eine Bildaufgabe entwickelt. Das Bild entsteht anschließend langsam und mit achtsamer Aufmerksamkeit.
Die Methode des LOM® beruht auf der Erfahrung, dass Bilder mehr sind als reine Darstellungen und auf das emotionale Erleben Einfluss nehmen können. Das Malen kann Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Erlebensprozesse anregen und neue Sichtweisen ermöglichen. Mit anderen Worten: LOM® arbeitet mit der visuellen Wahrnehmung und der Erfahrung, dass Bilder inneres Erleben beeinflussen können. Das Besondere am LOM® ist, dass nicht der expressive Ausdruck eines bestimmten Themas im Vordergrund steht, sondern der Eindruck der neu entstandenen, klaren Bilder.
Zudem ist das LOM® ein sehr sinnliches Arbeiten mit duftenden Farben, grossen Formaten, der ungeübten Hand und ein Erlebnis!!!

Wofür kann LOM® genutzt werden?
Mit dem Lösungsorientierten Malen können unterschiedliche persönliche Anliegen bearbeitet werden, zum Beispiel:
der Umgang mit belastenden Gefühlen wie innerer Unruhe, Anspannung, dem Gefühl von Alleinsein, Verlorenheit oder Niedergeschlagenheit sowie angstbesetzten oder paniknahen Erlebenszuständen u.v.m.
Stress- und Überforderungserleben
das Erleben von Erschöpfung oder anhaltender Überforderung sowie damit verbundene Gefühle des Ausgebranntseins
Beziehungsthemen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld
Situationen, die als festgefahren oder schwer veränderbar erlebt werden *wiederkehrende störende Gedanken- oder Verhaltensmuster
- eigenes Essverhalten sowie wiederkehrende Handlungen oder Gedanken, die als belastend oder schwer steuerbar erlebt werden
- persönliche Projekte oder Entwicklungsprozesse
- schwierigen Lebensphasen, Übergängen und Veränderungsprozessen
- Abschied, Trauer, Trennung und Neubeginn
- Entscheidungsfindungen, wenn mehrere Möglichkeiten als gleichwertig erlebt werden
- dem Wunsch nach Perspektivwechsel, innerer Klärung und neuer Orientierung
- dem Erarbeiten persönlicher Ressourcen wie Konzentration, Auftrittssicherheit oder Belastbarkeit
- der Umgang mit als traumatisch erlebten Erfahrungen und deren möglichen Nachwirkungen, z.B. nach Unfällen, Krankenhausaufenthalten, Naturkatastrophen, Gewalterlebnissen oder frühen seelischen Verletzungen

Wie wird im LOM® gearbeitet?
Durch die Verbindung eines belastenden Themas mit einfachen und neutralen Metaphern wird ein Zugang auf einer inhaltlich entlasteten Ebene eröffnet. Der Malprozess selbst nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Er fordert heraus, kann Freude bereiten und lädt zu neuen Erfahrungen ein. Diese neuen Erfahrungen können im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Anliegen wahrgenommen und erinnert werden. Die Wirkung von Bildern jenseits des rein gedanklichen Zugangs kann Orientierung geben und neue Perspektiven auf das eigene Empfinden, Denken und Handeln eröffnen.
Nach jedem fertiggestellten Bild wird die subjektiv empfundene Stärke der Belastung anhand einer Werteskalierung eingeschätzt, sodass Veränderungen im eigenen Erleben bewusst wahrgenommen werden können.
Für wen ist LOM® geeignet?
Die einzige Voraussetzung für das Lösungsorientierte Malen ist der Wunsch nach Klärung und persönlicher Veränderung. Vorkenntnisse im Malen sind nicht erforderlich. Auch Menschen, die von sich glauben, nicht malen zu können, sind willkommen.
LOM® kann in jedem Lebensalter angewendet werden.
Wie kam es zum Lösungsorientierten Malen LOM®?
LOM® wurde ab 1980 von Bettina Egger und Jörg Merz auf Grundlage langjähriger Beobachtungen zahlreicher Malprozesse entwickelt. Sie stellten sich die Frage, unter welchen Bedingungen Bilder als verändernd erlebt werden und wann nicht. Ihre Beobachtungen führten zur Annahme, dass es gestalterische Kriterien gibt, die subjektive Veränderungsprozesse unterstützen können. Im Laufe der Zeit wurden Kriterien herausgearbeitet, die den Entstehungsprozess von Bildern begleiten können und subjektive Veränderungsprozesse unterstützen. Durch fortlaufende Dokumentation, strukturierte Befragungen und die Arbeit mit Werteskalen wurde der Malprozess systematisch begleitet und ausgewertet. Auf dieser Grundlage entwickelten sich spezifische Interventionen und Bildaufgaben, aus denen die Methode des Lösungsorientierten Malens hervorging und die den heutigen LOM®-Ansatz prägen.
Die Methode wurde kontinuierlich weiterentwickelt und anhand standardisierter Selbstbeobachtungen, Werteskalierungen und Dokumentationen reflektiert. Ab Mitte der 1990er Jahre wurde LOM® in Ausbildungskontexten an Fachpersonen aus kunst-, psycho- und therapeutischen Arbeitsfeldern weitergegeben.
Dr. phil. Bettina Egger Zürich/Schweiz «Kunsttherapeutin ED, Psychotherapeutin SPV «Begründerin des Institutes für Humanistische Kunsttherapie IHK Zürich «Pionierin in der Maltherapie sowie Begründerin des Begleiteten und Personenorientierten Malens PoM «Mitbegründerin des LOM® «Vielfältige Veröffentlichungen
Jörg Merz, MSc in klinischer Psychologie Zürich/Schweiz «Fachpsychologe für Psychotherapie FSP «Mitbegründer des LOM®
Noch mehr Info dazu?
Da es gut aufgearbeitete Texte und Bilder wie wir mit dem LOM® arbeiten auf den Seiten unseres LOM®Netzwerk Deutschland und dem LOM®-international gibt, spare ich mir an dieser Stelle Wiederholungen. Wenn du mehr Informationen zum LOM® möchtest, gehe auf eine dieser Seiten, um zu finden was dich interessiert.
Ausprobieren ist besser als Worte.
Ich freue mich auf dich zum Malen!!!
Hinweis: LOM® ist kein Ersatz für eine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen abgegeben.
Kunsttherapie
In meiner langjährigen Aus- und Weiterbildung in der Kunsttherapie habe ich einen Koffer voll Methodenvielfalt gesammelt, der selbstverständlich geöffnet wird, wenn es neben der Arbeit mit LOM® nötig und sinnvoll erscheint. Er erstreckt sich von klassischen Methoden über klinisch- analytische bis hin zu anthroposophischen Ansätzen und meiner Art des begleiteten Malens, dem Prozessorientieten Malen PrOM.
